August 2015

Dynpack: Einstellungen Dynamik

In diesem Artikel werden wichtige Funktionen des Dynpack-Paketes beschrieben. Das mächtige Zusatzpaket zu Test&Motion lässt kaum Wünsche offen, erfordert aber auch tieferes Verständnis über das Speichern von Messdaten und berechneten Ergebnissen.

 Einstellungen Dynamik

In diesem Fenster wird der Datenfluss vom Sensor bis zur Datenbank deutlich: Der EDC liefert Daten an das Oszilloskop. Welche das sind, wird unter „Oszi“ eingestellt. Das Oszilloskop ist wiederum Quelle für alle anderen Funktionen, die Messdaten oder Ergebnisse empfangen.

Man sollte sich immer vor Augen führen, dass alle Daten in den Hauptspeicher des PC passen müssen. Auf der linke Seite des Fensters sehen Sie eine übliche Einstellung für den Ringspeicher (Oszi-Puffer), nämlich 65.536 Messwertsätze (216). Ein Messwertsatz kann aus bis zu 63 Einzelwerten bestehen. Der Ringspeicher sollte immer für mindestens 1,5 Zyklen ausreichen. Weiter unten wird angezeigt, dass bei aktuellem Messtakt die maximale Frequenz 0,048Hz betragen darf, das entspricht einer Zykluslänge von knapp 21 Sekunden. Der Oszi-Puffer lässt sich je nach Rechner auf bis zu 10 Millionen Werte ausweiten, was aber nicht sinnvoll ist und eine hohe Rechenleistung erfordert.

 

Funktion und Fenster

Jede der Funktionen wird in einem gesonderten Fenster dargestellt. Fenster müssen vorab aktiviert sein. Unter Maschinenkonfiguration Software Fenster lassen sich im unteren Bereich z.B. bis zu drei Oszi-Fenster aktivieren oder ein oder zwei Fenster für die Darstellung der Hüllkurve anschalten.

 

Speichere FDB

An einigen Stellen finden Sie die Checkbox „speichere FDB“. Die von DOLI verwandte Datenbank „Firebird“ (FDB) kann als Datencontainer verwendet werden, wenn besonders viele Werte anfallen oder wenn bei Langzeitversuchen bei PC-Ausfall die Daten auf der Festplatte gesichert sein müssen. Voraussetzung ist die durch DOLI installierte Datenbank.

 

MVL: Messwertanzeige im MVL-Fenster (Measured Values)

Nur wenn das Häkchen bei „speichere MVL“ aktiviert ist, werden überhaupt Messwerte im Messwertspeicher abgelegt. Im Normalfall, werden 5.000 Werte pro Sekunde gespeichert. Da in diesem Falle meist viele nutzlose Daten erzeugt werden und es zur Rechnerüberlastung kommen kann, sollte man per Mausklick „definiere Zyklen“ öffnen, um ein sinnvolles Abspeichern der Messwerte zu definieren:


 

Hier wird eingegeben, welcher Zyklus im MVL-Fenster angezeigt und in die MVL-Datei gespeichert wird. „Zyklus“ gibt die zu speichernden Zyklen an. In unserem Beispiel werden die Zyklen 1 bis 10 komplett gespeichert, dann wird Zyklus Nr. 20 gespeichert, dann Nr. 30, 40 usw. Am Ende der Liste stehen dann Nullen („0“), ab hier wird mit der im dynamischen Sinus-Befehl vorgegebenen Speicherrate gespeichert. Im dynamischen Sinus-Befehl wird beispielsweise jeder 1.000. Zyklus gespeichert. Da nach dem Start des Versuches an der Probe die größten Änderungen auftreten, will man zu Beginn mehr Werte abspeichern, das definiert man durch diese Liste.

 

COV: Hüllkurven (Covering Curve)

Hüllkurven beschreiben die Spitzen einer Schwingung. Hüllkurven lassen sich für alle im Oszi-Fenster aktivierten Größen bilden, auch für Ergebnisse von Berechnungen aus dem TMB-Script. Es können bis zu 8 Hüllkurven gleichzeitig berechnet und in zwei COV-Fenstern dargestellt werden. Der Vorteil dieser Speicherungsart liegt in dem geringen Speicherbedarf, trotzdem wird der Verlauf der Prüfung vorbildlich dokumentiert.

Auch hier gibt es eine Möglichkeit zur Datenreduktion, um die Datenmenge nicht unnötig groß werden zu lassen. In unserem Beispiel werden die ersten 100 Zyklen komplett verwendet, danach nur noch jeder zehnte Zyklus. Die Hüllkurve wird optional in die Firebird-Datenbank oder unter dem gleichen Namen wie die MVL-Datei auf die Festplatte gespeichert.

 

 

VAL: Dynamische Kennwerte

Im Reiter Dyn. Kennwerte aktivieren Sie die Berechnung weiterer Kennwerte, die innerhalb eines Zyklusses gemacht werden. Hier kann zum Beispiel die in der Elastomer-Prüfung übliche „Steifigkeit über der Zyklenzahl“ aktiviert werden.

Wem das Angebot an dynamischen Kennwerten nicht reicht, der kann in der TMB-Script-Programmierung weitere „USER=“ für die Berechnung von Kennwerten einrichten und als VAL abspeichern.

 

 

VL: Einzelner Zyklus

Die Reiter „VL1“ bis „VL3“ parametrieren die Anzeige und Speicherung einzelner Zyklen. Bis zu drei Fenster/Dateien können angelegt werden. Bitte beachten Sie, dass jeder n-te Zyklus eine Datei erzeugt! Diese Datei speichert den Zyklus von Mittellage zu Mittellage oder Minimum zu Minimum. Diese Einzeldateien sollte man speichern, wenn an einzelnen Zyklen weitere Berechnungen mit anderen externen Programmen erfolgen sollen.

Klicken Sie im Hauptfenster auf definiere Zyklen, so öffnet sich das aus der MVL-Funktion bekannte Fenster Eingabe Zyklen Hier können einzelne Zyklen herausgepickt und in die Firebird-Datenbank geschrieben werden. Somit lassen sich bei Zeitstandversuchen die Ergebnisse leicht reduzieren und sicher abspeichern. Ein Fenster zur Anzeige ist nicht erforderlich.

 

Reiter: Bestimmung des Probenbruchs

Hier wird festgelegt, wann der Versuch beendet wird (wann die Probe als gebrochen gilt).

Beispiel Force-Drop-Methode zur Bestimmung des Probenbruchs. Hier 5% Kraftabfall gegenüber dem Referenzzyklus (20. Zyklus ist Referenzzyklus).

 

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